January 2012
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Mit ihren Interpretationen der Beethoven-Sinfonien haben Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen weltweit für Furore gesorgt: Die Konzerte wurden hymnisch besprochen und vom Publikum gefeiert; die Aufnahmen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Jetzt steht ein neues Projekt auf dem Programm. Derzeit widmen sich das Orchester und sein Chefdirigent den Sinfonien von Robert Schumann.
Kernig und transparent - mit Überraschungen
Hier ist ein perfekt gebauter Klangkörper am Werk: drahtig, schlank und muskulös. Die jahrelange Beschäftigung mit Beethoven war offenbar ein ideales Training für die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.
Das Orchester spielt kernig und gleichzeitig wunderbar transparent. Durch ihre Klarheit sorgt die Aufnahme für einige Überraschungen - zum Beispiel, wenn Robert Schumann das prägnante Anfangsmotiv in einer zweiten Stimme zeitversetzt imitiert, wie bei einem Kanon. Damit bringt er die Taktschwerpunkte ordentlich ins Wanken.
Große Spannungsbögen
Die dritte Sinfonie klingt viel weniger verträumt als sonst - und der Rhein strömt nicht so zähflüssig dahin, wie bei manchen Konkurrenzeinspielungen. Das Scherzo bekommt einen tänzerischen Schwung.
Wie schon bei Beethoven ist auch hier eine starke Bewegungsenergie zu spüren. Jede Phrase, jede Note drängt auf ein Ziel hin. So entstehen große Spannungsbögen und packende Steigerungen.
Atemberaubend, wie das Tremolo der Streicher im Finale der Frühlingssinfonie anwächst, während sich die Bläserakkorde nach oben schrauben. In solchen Passagen scheinen die Musiker so weit vorn auf der Stuhlkante zu sitzen, als wollten sie jederzeit aufspringen.
Wunderbare Bilder
Paavo Järvi, seit 2004 künstlerischer Leiter der Kammerphhilharmonie, lenkt das Temperament seines Orchesters ziel- und stilsicher in die richtigen Bahnen. Dabei formt er wunderbare Bilder - wie im vierten Satz der Rheinischen Sinfonie mit der Überschrift "Feierlich".
Mit choralhaften Klängen schafft Schumann die Klangräume einer großen Kathedrale, vielleicht inspiriert von einer Prozession im Kölner Dom. Allmählich legt sich ein Nebelschleier über die Szenerie - Gänsehaut.
Sorgfalt, Spielfreude und Fantasie sind einige der wichtigsten Zutaten zum Erfolgsrezept der Aufnahme, die uns mit ihrer ganz eigenen Handschrift fesselt. Damit ist dem Bremer Dreamteam unter Leitung von Järvi erneut ein großer Wurf gelungen. Auch bei Schumann führt kein Weg an der Kammerphilharmonie vorbei.
Ce couplage, moins "grand public" que Mendelssohn/Bruch mais tout a fait logique, a déjà été défendu au disque par Renaud Capuçon chez Virgin. Tetzlaff et Järvi règlent cependant la question de la recommandation discographique pour un bon bout de temps.
L'art de Tetzlaff est rhapsodico-chambriste, bourré de petites touches, là où d'autres jouent aux grands violonistes.
Son Mendelssohn possède un aspect ailé vraiment irrésistible. Comme dans les versions Swensen , Ehnes, McDuffie, c'est de la musique mur à mur, bien plus que du violon, car le virtuose sert toujours le musicien. L'accompagnement de Paavo Järvi est une dentelle musicale qui épouse parfaitement le propos
Le réputé ingrat Schumann, très souvent alourdi et "brahmsisé", est ici puissamment narratif et tourmenté, avec des accents sincères comme des élans du coeur. Là aussi, Järvi n'écrase rien tout de lumière et transparence. Même le tortueux Finale paraît évident.